Der Tod von 6405 Personen ist offiziell bestätigt, der Rest, also 10259 Personen gelten nach wie vor als vermisst und werden daher mittlerweile zu der offiziellen Todeszahl addiert. Bei der Katastrophe verletzt wurden nach offiziellen Angaben insgesamt 2409 Leute.

400.000 Personen obdachlos

Die Katastrophe hat insgesamt bis zu 400.000 Personen obdachlos gemacht. Diese leben derzeit in etwa 2.200 Notfalllagern, welche meist in Turnhallen oder anderen öffentlichen Einrichtungen errichtet wurden.
Unter dieser sehr hohen Anzahl an Obdachlosen befinden sich bis zu 100.000 Kinder und ebenfalls sehr viele ältere Menschen.
Vor allem die Kälte und die damit verbundenen aufkommenden Krankheiten könnten in der kommenden Woche für die Notfalllager ein großes Problem werden. Desweiteren werden grundlegende Lebensmittel wie Reis mittlerweile immer knapper. Brennstoff ist ebenfalls ein knappes Gut.
Bis dato gab es bereits über 20 Todesfälle aufgrund von Unterkühlung oder unbehandelter Krankheit in den Notfalllagern.

Japanische Armee baut Infrastruktur wieder auf

Während in Fukushima weiter gegen den drohenden GAU mit allem Mut gekämpft wird und die Ihrer Heimat beraubten Personen in den Notfalllagern weiter durchhalten, stellen die japanische Armee und weitere Helfer Schritt für Schritt die wichtigsten Knotenpunkte der Infrastruktur wieder her. So können mittlerweile wieder Flugzeuge und Hubschrauber am Flughafen von Sendai landen und viele Straßen und Brücken wurden wieder befahrbar gemacht.

Der schnellstmögliche Aufbau einer grundlegenden Infrastrutkur stellt die Basis, um Hilfsbedürftige im Nordosten des Landes, in der betroffenen Tohoku-Region mit Hilfsmitteln, zu erreichen.

EU Luftbrücke

Die Europäische Union will in Form einer Luftbrücke humanitäre Hilfe leisten. EU-Experten brachen nach Japan auf, um bei der Koordination der Hilfsaktionen unterstützend tätig zu werden. Bereits neun EU-Mitgliederstaaten haben Hilfe zugesagt. Als erstes werden nun wichtige Dinge wie Decken, Feldbetten und Schlafsäcke nach Japan transportiert.

Schweigeminute in Japan

In ganz Japan haben Menschen der Opfer der Erdbebenkatastrophe mit einer Schweigeminute gedacht.
Japans Premierminister Naoto Kan versprach in einer Fernsehansprache, das Land wieder neu aufzubauen.