© Fritz Schumann

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Family Restaurants haben 24 Stunden lang geöffnet. Sie dienen als Ort, in denen man die Zeit herumkriegen kann, während man nachts auf den ersten Zug des Tages wartet. Viele lernen hier auch in Ruhe für die Schule oder die Uni. Ein schneller Internetzugang und ständige Verfügbarkeit von Verpflegung machen sie attraktiver als Bibliotheken.

Der zweite Unterschied zu den Fast-Food-Restaurants in anderen Ländern ist aber viel entscheidender: Sie bieten besseres Essen. Auch wenn die Ketten in jeder Filiale weltweit die gleichen Produkte anbieten, in Japan werden sie besser hergestellt und verarbeitet. Sie sind dadurch auch etwas teurer. Doch die Qualität des Essens ist Japanern sehr wichtig – wer billiges, aber dafür schlechtes Essen anbietet, der gewinnt keine Kunden. Da stellt sich mir nur die Frage, warum anderswo öfter der Geldbeutel als der Magen über die Qualität des Essens entscheidet.

Um dem Ruf als Familienrestaurant gerecht zu werden, hat McDonald’s Japan auch Bildungsangebote. So werden Englischkurse für Kinder veranstaltet, bei denen man mit Hamburgern fleissig Amerikanisch lernen kann. Angefangen bei der amerikanischen Nahrungsaufnahme.

 


Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch „Japan 151: Ein Land zwischen Comic und Kaiserreich in 151 Momentaufnahmen“

Japan-151Autor: Fritz Schumann

Titel: Japan 151 – Ein Land zwischen Comic und Kaiserreich in 151 Momentaufnahmen

ISBN-Nr.: 978-3-943176-27-8

Verlag: CONBOOK Verlag

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