Sushi gibt es nicht nur mit verschiedensten Fischarten, sondern auch mit Ei oder Gemüse. Der Ursprung von Sushi liegt in dem Gedanken, Fisch haltbar zu machen. Hierzu wurde der Fisch stark gesalzen, mit Reis umgeben und in Erdlöcher gelegt. Hierdurch wurde eine Fermentierung des Fisches begünstig, welche die drohende Fäulnis verhinderte. Die heute allseits bekannte Form des Sushis entstand in Japan erst gegen Anfang des 20. Jahrhunderts.
In Japan selbst ist Sushi allgegenwärtig ob im Supermarkt oder im Lokal um die Ecke, überall kann man es erwerben und genießen. Vor allem Heimatland des Sushi existieren gewaltige Unterschiede, was Preis und Qualität anbelangt. Für gute Qualität sind Japaner durchaus bereit, hohe Ausgaben auf sich zu nehmen. So wurde 1992 der teuerste Fisch aller Zeiten verkauft. Auf dem berühmten Fischmarkt von Tokio, Tsukiji, wurde ein 325 Kilo schwerer Thunfisch für den stolzen Preis von umgerechnet 83.500 Dollar verkauft. Der Fisch wurde in insgesamt 2400 Stück Suhi verarbeitet, die für einen Preis von 180.000 Dollar weiterverkauft wurden.
Außerhalb Japans wird Sushi meist als Oberbegriff für Reis mit rohem Fisch verwendet, doch existieren hinsichtlich der Zubereitungsart und benützten Zutaten essentielle Unterschiede, die sich auf Geschmack und Aussehen auswirken.

Sushi, welches in Seetang eingerollt wird nennt man Öffnet einen internen Link im aktuellen Fenstermaki-sushi. Sushi, bei dem der Reis mit der Hand zu einem mundgerechten Stück geformt wird und mit einer Zutat bedeckt wird, nennt man Öffnet einen internen Link im aktuellen Fensternigiri-zushi. Neben diesen beiden wohl bekanntesten Sushi-Arten existieren noch viele weitere, die wir Ihnen in den entsprechenden Unterkategorien näherbringen wollen.

Maki-Sushi

Maki-Sushi werden aus mithilfe einer Bambusmatte gerolltem Reis hergestellt. Hierbei wird die Füllung in die Mitte des Sushis eingearbeitet. Die Sushi sind umwickelt mit Nori, also getrocknetem und geröstetem Seetang. Bei Maki-Sushi unterscheidet man zwei Unterformen: Hosomaki sind kleine Sushi-Rollen, die meist nur mit einer einzigen Zutat gefüllt werden. Futomaki hingegen sind ungefähr doppelt so groß wie Hosomaki und werden mit bis zu drei unterschiedlichen Zutaten gefüllt.

Nigiri Sushi

Nigiri Sushi oder eigentlich Nigiri-zushi (握り寿司) ist Sushi, welches mit der Hand geformt wird. Hierbei nimmt der Sushi-Koch einen Klumpen Reis und formt diesen mit seiner Hand zu einer kleinen Rolle. Diese Rolle wird meist mit etwas Wasabi bestrichen und dann mit der vom Kunden gewählten Zutat belegt. Je nach gewählter Zutat wird das Nigiri Sushi noch mit einem kleinem Streifen Nori umwickelt. Aufgrund der Größe des Nigiri Sushi wird es meist nicht auf einen Biss gegessen; zudem wird es je nach gewählter Zutat vor dem Verzehr noch kurz in Sojasoße eingetaucht. Dabei muss sollte man darauf achten, dass man nicht den Reis, sondern den Fisch kurz in die Sojasoße taucht, da der Reis durch die Sojasoße sonst seine klebrige Konsistenz verliert und leicht zerfällt. Gegessen wird Nigiri Sushi mit Stäbchen, in Japan sieht man es aber auch nicht selten, dass vor allem Männer das Sushi mit der Hand essen.

Temaki Sushi

Temaki Sushi (手巻き寿司) ist handgerolltes Sushi, welches eine konische Form hat. Prinzipiell ähnelt es der Form einer Eistüte. In den Nori wird hierbei Reis eingewickelt,  wobei die für Temaki Sushi typische konische Form entsteht. Das größere Ende  wird mit der gewählten Zutat gefüllt, so dass diese leicht übersteht. Ein Temaki Sushi ist ungefähr zehn Zentimeter lang und wird mit den Fingern gegessen, da ein Verzehr mit Stäbchen nicht möglich ist. Temaki Sushi sollte schnell gegessen werden, bevor der Nori die Feuchtigkeit des Reises aufnimmt, und weich wird.
In unserer Rubrick „japanische Rezepte“ haben für Sie ein leichtes Rezept für Temaki Sushi online gestellt, mit welchem Sie mit einfachsten Mitteln zu kulinarischen Erfolgen kommen

Chirashi Sushi

Chirashi Sushi oder auch Chirashizushi (ちらし寿司) ist eine etwas andere Art, Sushi herzustellen. Im Westen ist diese Form weitaus weniger bekannt, als andere Sushi-Arten, wie Nigiri oder Maki Sushi.
Dies hat seine Ursache wohl in der Zubereitungs- und Darreichungsform, welche im Westen im Allgemeinen nicht mit Sushi verbunden wird.
Bei der Zubereitung von Chirashi Sushi werden die Zutaten zusammen mit dem Reis in einem Bottich vermischt und in einer normalen Schale zum Essen angeboten.
Als Zutaten werden dem Reis meist kleingeschnittene Lebensmittel wie Pilze, Karotten und Lotuswurzeln beigemengt.
Diese Speise wird einfach mit Stäbchen gegessen und füllt sehr schnell den Magen.
Traditionellerweise wird Chirashi Sushi in Japan meist zum Ningyoumatsuri (Puppenfest im März) gegessen. Der Name Chirashi Sushi bedeutet übersetzt in etwa „gestreutes Sushi“, was auf die Beigabe der Zutaten zum Reis zurückzuführen ist.