Spätestens, wenn man zum Essen eingeladen wird, erkennt man den Zweck dieses futuristisch wirkenden Küchengerätes: es ist ein Reiskocher.

Reiskocher sind in einem japanischen Haushalt nicht wegzudenken und so selbstverständlich, wie hierzulande Studenten eine Mikrowelle als Standardausstattung für ihre erste eigene Wohnung haben, so wird jeder Japaner als Erstes einen kleinen Reiskocher kaufen.
Diese Reiskocher sind wirklich praktisch, da man mit Ihnen ohne viel Aufwand und vor allem Ärger Rundkornreis kochen und warm halten kann. Der Sushireis wird einfach kurz gewaschen, bis das Wasser nicht mehr milchig ist und mit einem Messbecher in den Reiskocher gefüllt. Dann noch entsprechend viel Wasser hinzugefügt, Startknopf drücken und ca. zwanzig Minuten später ist der Reis schon fertig.
Reiskocher verfügen immer über einen Teflon-beschichteten Topf, welcher herausgenommen werden kann, um den Reis zu portionieren.

In Japan ist es kein Problem, einen Reiskocher zu kaufen. Man geht einfach in das nächste Elektronikgeschäft um die Ecke und sucht sich einen Reiskocher in der gewünschten Größe und Funktionsumfang aus.
Interessant ist hierbei, dass Reiskocher von bekannten Firmen wie z.B. Kenwood, Sanyo oder Samsung hergestellt werden.

Der Funktionsumfang japanischer Reiskocher ist recht groß und als Nicht-Japaner wundert man sich über die verschiedenen Kochfunktionen denn Reis kochen ist nicht gleich Reis kochen. Je nachdem für was man den Reis benötigt, existieren verschiedene Programme, die den Reis z.B. entweder für Sushi Gerichte, Nachspeisen oder andere Gerichte kochen.

Wo kann man einen Reiskocher in Deutschland kaufen?

Einen derartigen Reiskocher in Deutschland zu kaufen ist schier unmöglich, es sei denn, man wendet sich an ein Importunternehmen und legt sich einen Transformator zu, der die hier üblichen 220 Volt in 110 Volt umwandelt (ich selbst habe dadurch bereits einen original japanischen Reiskocher in die ewigen Kochgründe geschickt).
Anfangs kochte ich den Reis in Deutschland stets in einem Dampftopf, welchen man normalerweise für das Kochen von Kartoffeln verwendet. Dies funktioniert besser, als man es sich vielleicht vorstellt, aber irgendwie war das auch nicht das Gelbe vom Ei.
Daher holte ich mir eines Tages einen Reiskocher, wie sie Discounter wie Aldi oder Lidl des Öfteren im Angebot haben. Der große Nachteil dieser Reiskocher ist einfach deren Größe, Schlichtheit und Aussehen.
Da ich in einem „Single-Haushalt“ lebe, benötige ich keine rauen Mengen Reis, sondern oftmals einfach nur ein bis zwei Portionen. Der Reiskocher vom Discounter war einfach zu groß, das entweichende Dampfwasser tropfte auf die Küchenplatte und irgendwie war ich mit diesem Monstrum nicht zufrieden.
Nach ca. einem Jahr Gebrauch gab der Reiskocher auch noch seinen Geist auf und ich stand vor dem Problem, wo ich denn nun einen „vernünftigen“ Reiskocher, wie man sie aus Japan kennt, besorgen kann.

Meine Wege führten mich durch diverse Asiashops in München, führten mich auf Websites von Elektronikimporteuren aus Asien, doch ich wollte nicht erneut schlechte Erfahrungen mit explodierenden Reiskochern machen, daher kam ich auf die glorreiche Idee, in die Suchleiste von Amazon einfach einmal Reiskocher einzugeben.

Das Ergebnis war nicht anders als erwartet: es kamen Reiskocher zum Vorschein, welche hierzulande auch im Discounter verkauft werden – also riesige , unansehliche Töpfe ohne Funktionsumfang.
Gelangweilt klickte ich mich durch die Suchergebnisliste, bis ich auf ein Gerät der Firma Unold stieß, welches in Form und Größe an einen original japanischen Reiskocher erinnerte.

Der perfekte Reiskocher für japanischen Klebereis

Die Hauptfunktion dieses Gerätes ist eigentlich das Backen von Brot aber in der detaillierten Beschreibung stand auch, dass man es zum Kochen von Reis verwenden kann.
Nachdem ich ein paar Rezensionen gelesen hatte war mir klar, dass ich dieses Gerät wollte und bestellte es sogleich, um es zu testen. Wie von Amazon gewohnt, liefert der Paketbote direkt am nächsten Tag den Reiskocher von Unold. Ich packte den Reiskocher aus und machte mich sofort an das Lesen der Gebrauchsanleitung und war überrascht, dass das Gerät noch um Einiges mehr kann, als nur Reis kochen. Neben der bereits erwähnten Funktion des Brotbackens, kann man damit sogar Teig kneten, Joghurt machen oder Gemüse dünsten.
Ich testete natürlich als Erstes die Reiskoch-Funktion und machte ein wenig Sushi-Reis. Das Ergebnis war wirklich mehr als zufriedenstellend! Der Reis war in ca. 20 Minuten fertig, genauso, wie ich ihn haben wollte und den Rest konnte ich einfach aus der Schüssel mit einem Plastiklöffel holen und diese schnell ausspülen.
Ich habe den Reiskocher nun seit einigen Monaten und möchte ihn nicht mehr missen. Für alles, die auf der Suche nach einem perfekten Reiskocher für japanischen Sushi Reis sind, kann ich ihn nur weiterempfehlen.

Update: den von mir beschriebenen All-in-one Reiskocher gibt es leider nicht mehr im Handel zu erwerben. Einen anderen Reiskocher, den ich sehr empfehlen kann, findet Ihr hier:

Klickt hier, um den Reiskocher genauer anzusehen