Ein Dosimeter wird zur Anzeige der Strahlung in der Umgebung benutzt, die Arbeiter von Fukushima tragen sie normalerweise direkt am Körper. Übersteigt die Strahlung einen definierten Grenzwert, so macht sich der Dosimeter durch ein Warnsignal bemerkbar, woraufhin der Arbeiter sich so schnell wie möglich aus dem radioaktiv hoch belasteten Gebiet entfernen muß.

Nach Berichten der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo müssen sich in Fukushima Arbeiter Dosimeter teilen, da bei der Katastrophe des 11. März 2011 eine Vielzahl der im Kernkraftwerk vorhandenen Dosimeter zerstört worden waren. Insgesamt waren vor der Katastrophe nach Angaben von TEPCO 5000 Dosimeter in der Anlage vorhanden. Nach dem Tsunami blieben davon 320 funktionstüchtig. TEPCO stellt den Arbeitern erst seit Donnerstag, den 31.03.2011 eine Anzahl von 420 Dosimetern zur Verfügung, was wohl immer noch nicht ausreichen dürfte, um jeden Arbeiter zuverlässig vor hoher Strahlung zu warnen.
Bisher hatte TEPCO den Einsatzleiter des jeweiligen Teams angewiesen, einen Dosimeter zu tragen. Nach der erneuten Aufforderung der japanischen Regierung, jeden einzelnen Arbeiter mit einem Dosimeter auszustatten, versicherte TEPCO, dass von nun ab jeder Einzelne einen Dosimeter bei sich trägt.

Bisher wurden insgesamt 21 Arbeiter einer Strahlendosis ausgesetzt, welche 100 Millisievert pro Stunde überstieg. Dies erinnert vor allem an die Geschehnisse vor einigen Tagen, als drei Arbeiter bei Ihrem Einsatz im AKW Fukushima verstrahlt wurden, da sie nach Angaben der TEPCO Warnsignale des Dosimeters mißachteten. Die neuen Berichte geben nun Anlass, darüber nachzudenken, ob die Arbeiter überhaupt einen Dosimeter zur Verfügung hatten.