Auf Augenhöhe mit Tschernobyl

Die Internationale Atomenergiebehörde bestätigte, dass der Vorfall in Fukushima von nun an mit der höchsten atomaren Gefahrenstufe klassifiziert würde. Nach Angaben der japanischen Behörde für atomare Sicherheit gab bekannt, dass die bisher emittierte Strahlung “nur” 10% der Strahlung von Tschernobyl entsprächen. Insgesamt soll radioaktive Strahlung von 370.000 Terabecquerel an Iod-131 und Iod 137 freigesetzt worden sein. Der Sprecher der Behörde war sichtlich darum bemüht, die Lage in Fukushima von der Katastrophe in Tschernobyl abzugrenzen. So erklärte er, dass in Tschernobyl der Reaktorkern selbst bei explodiert sei, wohingegen in Fukushima dieser lediglich beschädigt worden sei.
Die höchste Strahlung wurde laut Mitteilung am 15. März bei der Explosion des Reaktor 2 freigesetzt.

Brand im AKW Fukushima Daiichi

Am Dienstag Morgen brach ein Feuer im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi aus. Nach Angaben von TEPCO wurde der Brand in einem Gebäude in der Nähe des Reaktor 4 von einem Arbeiter entdeckt und konnte wenig später gelöscht werden. Offiziellen Angaben nach gab es hierdurch keine Veränderungen bei den Strahlenwerten. Die Brandursache oder etwaige Beschädigungen wurden noch nicht bekanntgegeben.

Erneute Erdbeben erschüttern Japan

Diesen Ereignissen ging auch noch ein Erdbeben der Stärke 6.2 auf der Richterskala voran. Das Nachbeben ereignete sich um 08:08 Uhr früh japanischer Zeit und hatte sein Epizentrum in einer Tiefe vor der Küste der Präfektur Chiba. Der Erdstoß erschütterte auch das rund 77km vom Epizentrum entfernte Tokio. Um 14:07 Uhr japanischer Zeit ereignete sich ein weiteres Nachbeben der Stärke 6.2 auf der Richterskala.  Das Epizentrum des Erdbebens lag in der Präfektur Fukushima, in etwa 50km Luftline vom Kernkraftwerk Fukushima Daiichi entfernt.

Epizentrum des erneuten Nachbebens vor der Küste Chibas