Wie bereits berichtet, hat Greenpeace ein kleines Greenpeace Team mit Strahlenexperten in die direkte Umgebung des havarierten Atomkraftwerks Fukushima entsandt, um unabhängige Messungen der radioaktiven Strahlung vorzunehmen.

Die ersten Ergebnisse der Messungen veröffentlichte Greenpeace nun am Sonntag, den 27.03.2011. Die Messungen wurden an unterschiedlichen Orten außerhalb der Evakuierungszone vorgenommen. Vor allem in einer japanischen Kleinstadt namens Iitate (jap. 飯舘村, iitate mura) wurden deutlich erhöhte Strahlenwerte festgestellt.  Iitate liegt in einer Entfernung von ca. 40 km Luftlinie vom havarierten Atomkraftwerk Fukushima. Der Radius der derzeitigen Evakuierungszone beträgt 20km.

Die gemessene radioaktive Strahlung in Iitate erreicht einen Wert von 8-10µSv/. Die zulässige radioaktive Belastung von  1000 µSv/pro Jahr würde eine Person dort also innerhalb weniger Tage aufnehmen. Erwähnenswert ist, dass ausschließlich die äußere Strahlenbelastung gemessen wurde – Aufnahme radioaktiver Partikel durch Atmung oder Nahrung sind also nicht in Betracht gezogen worden.

Greenpeace sieht daher die unbedingte Notwendigkeit in einer Ausweitung der Evakuierungszone und wirft den japanischen Verantwortlichen vor, sich der weiten Verbreitung der radioaktiven Strahlung bewusst zu sein.

Vor allem Kleinkinder und schwangere Frauen sollten das Gebiet so schnell wie möglich verlassen, um keine Folgeschäden davon zu tragen. Greenpeace fordert daher eine augenblickliche Anpassung der Evakuierungszone an die Verbreitung der radioaktiven Strahlung und fordert die japanische Regierung dazu auf, Politik nicht über Wissenschaft zu stellen.

Links zum Thema:

Messungen in einer japanischen Kleinstadt außerhalb der Evakuierungszone vom Atomkraftwerk Fukushima haben deutlich erhöhte Strahlenwerte ergeben.