Nach einer Meldung der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo wurden die Messungen in der Nähe des Turbinengebäudes von Reaktor 1 entnommen. Auch in einem Tunnel außerhalb des Turbinengebäudes des Reaktors 2 wurden massiv erhöhte radioaktive Werte festgestellt.
Ein Sprecher TEPCOS sieht die Trinkwasserversorgung der umliegenden Regionen nicht gefährdet.

Welche Auswirkungen die Verseuchung des Grundwassers haben wird, hängt von der Menge und Art der radioaktive Partikel ab, welche in das Grundwasser gelangt sind. Nach Angaben der Betreiberfirma des AKW Fukushima Daiichi handelt es sich bei den gefundenen Elementen um Iod-131, welches eine Halbwertzeit von acht Tagen hat. Das bedeutet, dass nach acht Tagen die Hälfte des Iods zerfällt und somit auch die Strahlung verringert wird. Sollte es sich allerdings um Iod-129 handeln, so sähen die Dinge anders aus: Iod-129 hat eine Halbwertzeit von 15,7 Millionen Jahren und kann sich durch Zerfall in stabiles Xenon umwandeln.

Der Fund radioaktiver Elemente in 15 Metern Tiefe bestätigt die Annahme, dass bereits eine Kernschmelze statt gefunden hat. Höchstwahrscheinlch wurden bei einer Kernschmelze die Brennstäbe derart stark erhitzt, dass diese sich durch den Boden des Reaktors gefressen haben und somit Radioaktivität direkt in die Umwelt entlassen können.

+++ Erneute Panne bei der Betreiberfirma TEPCO:  laut einer neuen Meldung wurden bei der Messung Fehler gemacht und der angegebene Wert dementiert. Wie hoch die tatsächliche Belastung des Grundwassers sei, wisse man nicht, aber das Grundwasser sei wahrscheinlich dennoch verstrahlt+++