Die Wasserproben wurden am Samstag, den 2. April 2011 aus Meer in der Nähe des Reaktor 2 entnommen. Bei den entnommenen Proben wurde eine Belastung von 300.000 Becquerels an Iod-131 pro Kubikzentimeter festgestellt. Bei einer am Montag entnommenen Wasserprobe konnten noch eine Belastung von 200.000 Becquerel pro Kubikzentimeter nachgewiesen werden.
Die am Montag entnommene Probe enthielt neben Ido-131 auch Cäsium-137 in in 1.1 millionenfacher Menge über Grenzwert. Cäsium hat eine Halbwertzeit von 30 Jahren, das bedeutet, dass die radioaktive Strahlung sich erst nach einem Zeitraum von 30 Jahren halbiert.
Diese Funde weisen darauf hin, dass hochgradig radioaktiv belastetes Wasser aus den Reaktoren direkt in das Meer fließt. Über welchen Weg es dies tut, ist der Betreibergesellschaft von Fukushima Daiichi immer noch ein Rätsel. Desweiteren müssen einer Meldung der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo nach noch weitere 60 Millionen Liter kontaminierten Wassers in den Ozean eingeleitet werden.

An dieser Stelle muß betont werden, dass die Messungen zeitlich gesehen vor der Einleitung von 11.5 Millionen Litern „leicht kontaminierten\“ Wassers in das Meer vorgenommen wurden, mit welcher TEPCO erst gegen Montag Abend begann. Da bereits radioaktiv belasteter Fisch vor der Küste der japanischen Präfektur Ibaraki gefunden wurde, kann man sich die Ausmaße der sich nun unweigerlich entwickelnden Umweltkatastrophe nicht annähernd ausmalen.