Nach Angaben der Betreibergesellschaft Tokyo Electric Power Co. (TEPCO) wurden im Erdreich um das Kernkraftwerk an bisher fünf Stellen Spuren von Plutonium nachgewiesen.

Bei Plutonium handelt es sich um ein extrem radioaktives und giftiges Schwermetall. Die tödliche Dosis für einen Menschen liegt im zweistelligen Milligrammbereich. Je nach Art des ausgetretenen Plutoniums ist die Halbwertszeit unterschiedlich lange, mindestens überdauert die  Toxizität von Plutonium mehrere Generationen.

TEPCO gab an, dass es sich bei dem Plutonium eventuell um Kernbrennstoff handelt, welcher am 11. März 2011 durch das Erdbeben und den darauf folgenden Tsunami ausgetreten sein könnte. Die gefundenen Dosen stellen laut Betreiberfirma aber keine Gefahr für Menschen dar.

Im Reaktor 3 der Kernkraftwerkanlage werden so genannte MOX-Brennstäbe genutzt, welche einen unbekannten Anteil an Plutonium besitzen. Derzeit wird nicht davon ausgegangen, dass es sich um einen Plutonium-Austritt bei diesem Reaktor gehandelt hat.

TEPCO-VizeSakae Muto teilte laut Reuters den anwesenden Journalisten mit, dass die die Probe, welche positiv auf Plutonium getestet wurde,  bereits vor einer Woche entommen wurde.