Wasserstoffexplosion vom 14. März in Reaktor 3 des AKW Fukushima

Laut TEPCO gibt es Hinweise, dass sich erneut Wasserstoff gebildet hat. Wasserstoff kann in Reaktorkernen bei sehr hohen Temperaturen entstehen. Kommt dieser mit Sauerstoff in Verbindung, kann es zu einer Knallgasexplosion kommen, wie bereits zweimal in Fukushima geschehen.

Durch das Einleiten von Stickstoff will TEPCO einer erneuten Explosion entgegenwirken. Stickstoff reagiert mit Wasserstoff bei hohen Temperaturen und der Beigabe von Katalysatoren zu Ammoniak. Kernkraftwerke sind standardmäßig mit einer Vorrichtung zur Einleitung von Stickstoff in die Reaktoren ausgestattet, doch will TEPCO nach offiziellen Angaben eine „alternative Art“ zur Einleitung verwenden. Höchstwahrscheinlich beruht dies darauf, dass die Technik nicht funktionsfähig ist.

TEPCO zieht die Einleitung von Stickstoff in die havarierten Reaktoren 2 und 3 ebenfalls in Betracht.  Eine weitere Explosion einer der Reaktoren hätte wohl verheerende Auswirkungen auf die seit Wochen laufenden Versuche, das havarierte Kernkraftwerk unter Kontrolle zu bringen.