Noch bei der Bekanntgabe der teilweisen Kernschmelze ging Japans Regierungssprecher Edano davon aus, dass das radioaktive Wasser ausschließlich innerhalb des Reaktors sei und auch nicht nach Außen gelange.

Doch nun wurde nach Berichten der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo stark radioaktiv verseuchtes Wasser außerhalb des Reaktors 2 entdeckt worden. Das Wasser weist ersten Untersuchungen nach eine Strahlung von 1000 Millisievert pro Stunde auf. In Katastrophenfällen dürfen deutsche Einsatzkräfte eine Strahlung von maximal 250 Millisievert ausgesetzt werden – und das nur einmal in ihrem Leben.

Das Wasser wurde in einem tunnelartigen Graben in etwa 55 Meter vom Ufer entfernt gefunden worden sein. Bisher soll das wasser aber noch nicht mit dem Meer in Kontakt gekommen sein. Bereits zuvor war ähnlich hoch radioaktiv verstrahltes Wasser innerhalb des Reaktors 2 entdeckt worden.

Die japanische Regierung  hat währenddessen Wasseraufbereitungsanlagenlandesweit angewiesen, kein Regenwasser mehr zur Wiederaufbereitung von Trinkwasser zu  verwenden und Sammelbecken mit Plastikplanen abzudecken.