Quelle: http://www.ustream.tv/recorded/13493534 Iwakami Yasumi

Die Pressekonferenz kann hier in voller Länge angesehen werden. Ab Minute 40 geht es im die (Nicht)-Messung von Plutonium Werten. Ab ca. Minute 49:50 wird das Thema von einem Journalisten wieder aufgegriffen.

Plutonium wird zusammen mit Uran in den Brennstäben des Reaktors 3 benutzt. Erst im Herbst letzten Jahres hatte TEPCO diese sogenannten Mischoxid-Brennelemente zum ersten Mal in den Reaktor 3 eingebracht. Plutonium hat weit gefährlichere Auswirkungen auf den menschlichen Körper als Uran. Nimmt der Körper auch nur einige Mikrogramm Plutonium auf, so kann dieses Krebs auslösen.

Normalerweise liegt der Anteil an Plutonium in MOX-Brennstäben zwischen drei und sechs Prozent. Wieviel Plutonium sich momentan noch in den Brennstäben des Reaktors 3 in Fukushima befindet, kann nicht gesagt werden.

Die Süddeutsche Zeitung veröffentlichte am 23. März 2011 auf Ihrer Internetseite einen Artikel mit dem Titel „Hinweise auf Austritt von Plutonium„, in welchem die Messung von Plutonium als Hinweis auf einen Austritt dessen gesehen wird.

Aus dem Katastrophen-AKW Fukushima-1 sind anscheinend geringe Mengen von Plutonium und Uran  ausgetreten. Die Betreibergesellschaft Tepco erklärte am Mittwoch, dass sie in 1,5 Kilometern Entfernung vom Reaktor insgesamt 13 Mal  Neutronenstrahlen auf dem Betriebsgelände gemessen habe, was auf einen Austritt der radioaktiven Stoffe hindeutet.

Im Hintergrund der hier gezeigten Pressekonferenz könnte man aber auch meinen, dass TEPCO einfach zum ersten Mal auf die Idee kam, die Umwelt auf Strahlung durch Plutonium zu untersuchen.

Ist die Betreiberfirma TEPCO (jap.: 東京電力) einfach nur überfordert, oder ist das ein Zeichen maßloser Ignoranz oder Selbstüberschätzung? Oftmals erinnern die Geschehnisse der vergangenen Tage an die drei Affen in Nikko:
Nichts Böses sehen, nichts Böses sagen, nichts Böses hören…

http://japan-infos.de/neu/wp-content/uploads/2011/02/drei-affen-nikko.jpg