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Desweiteren fanden sich Rückstände von radioaktivem Jod in folgenden fünf weiteren Präfekturen:

  • Gunma
  • Tochigi
  • Saitama
  • Chiba
  • Niigata
  • Iitate

Hier die Orte auf einer Karte:

Jedoch übersteige die Menge an radioaktivem Jod nicht die gesetzlich festgelegten Grenzwerte. Laut offiziellen Meldungen sind Spuren von radioaktivem Jod nicht normal in diesen Gegenden. Daher liegt die Annahme nahe, dass die radioaktive Belastung über das Kernkraftwerk Fukushima in das Grundwasser gelangt sein könnte.

Bereits Samstag Vormittag waren in Milch und Spinat aus der Präfektur Fukushima Spuren von Cäsium und radioaktivem Jod gefunden wurden. Die japanische Regierung erließ daraufhin ein Verkaufsverbot von Lebensmitteln aus Fukushima.

Die Proben waren bereits am Freitag, denn 18.03.2011 entnommen worden.

Im Leitungswasser der Stadt Kawamata der Präfektur Fukushima wurde laut Angaben des japanischen Gesundheitsministerium  bereits am Donnerstag, den 17.03.2011 ein radioaktiver Wert gemessen, welcher den Grenzwert überschritten hat. Die Stadt liegt in etwa 45km entfernt vom Kernkraftwerk Fukushima, also außerhalb des Evakuierungsparameters.

Twitter-Nachricht vom japanischen Premier

Gegen 19:00 abends japanischer Zeit wurde vom offiziellen Twitter Account des japanischen Premierministers folgende Nachricht verbreitet:

Human beings are exposed to a certain level of radiation in daily-life. Please react calmly.

Anbei war ein Link auf ein PDF, in welchem einfach und mit netten Grafiken unterstützt, die „Radiation in Daily-life“, also die alltägliche normale Strahlenbelastung  dargestellt wird.

Darüber hinaus werden typische Symptome einer radioaktiven Strahlung oder Verhaltensweisen bei einem nuklearen Unfall dem Bürger nahe gebracht. Wir sind uns noch nicht wirklich einig, ob dieser Tweet des japanischen Premierministers eine wirklich beruhigende Wirkung hat.

Aber: Please react calmly.

+++ Berichten der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo nach wurden am 20. März 2011 erneut Lebensmittel aus Fukushima gefunden, welche stark erhöhte Radioaktivität aufwiesen. +++

+++ In der japanischen Kleinstadt Iitate in der Präfektur Fukushima wurde ist der Gehalt an radoaktivem Jod im Trinkwasser dreimal so hoch, wie gewöhnlich. Den Einwohnern wurde vom Gesundheitsministerium geraten, kein Trinkwasser zu konsumieren. +++

radioaktiven Jods