Die japanische Flagge zeigt einen weißen Grund, auf dem genau mittig ein großer roter Kreis angeordnet ist. Die japanische Bezeichnung der Flagge ist „Sonnenscheibe“, folglich dem japanischen 日章旗 nisshōki bzw. 日の丸 hi no maru.

Der Aufbau der Flagge ist recht einfach gehalten, so beträgt das Seitenverhältnis der Flagge 2:3, wie bei allen anderen Nationalflaggen auch. Der Durchmesser des Sonnensymbols beträgt 3/5 der kurzen Seite der Flagge. So wäre eine Flagge mit 1,5 Metern Breite 1 Meter hoch und die Sonnenscheibe würde einen Durchmesser von 60 Zentimetern aufweißen.

Erstmalig in Japan als Flaggenmotiv genutzt wurde die rote Scheibe auf weißem Grund am 5. August 1854. Schon 14 Jahre später wurde sie im Zuge der Meiji-Restauration als Nationalflagge betrachtet. 1870 wurde diese Flagge dann als „Flagge zur See“ eingeführt, alle japanischen Schiffe hatten diese Flagge also zu hissen. Offiziell als Nationalflagge wurde sie allerdings erst am 13. August 1999 erklärt. Im Zuge dieser Erklärung wurde auch das veraltete Verhältnis der Flagge von 7:10 auf 2:3 verändert.

Die Flagge der aufgehenden Sonne und deren heutige Verwendung

Flagge der Kaiserlichen Japanischen Armee

Die veraltete Version der Flagge, die sogenannte „Rising Sun“ wurde somit als Nationalflagge ausgemustert. Diese Version ähnelt der heutigen Flagge Japans, zudem hat sie aber noch 16 rote Strahlen die vom Zentrum der Flagge aus zu den Rändern führen. Die Rising Sun war bis zu Ende des 2. Weltkrieges aktuell und wird heute nur noch von den japanischen Streitkräften

Flagge der japanischen Marine

(大日本帝國陸軍, Dai-Nippon Teikoku Rikugun) genutzt. Dabei gibt es zwei Versionen der Flagge; erstere mit 16 Strahlen wird von der Marine (海上自衛隊, Kaijō Jieitai) genutzt, letztere mit nur acht Strahlen wird von den Landstreitkräften Japans (自衛隊, Jieitai) genutzt. Trotz der entspannten Situation im fernen Osten wird diese Flagge von den Nachbarländern Japans auch heute noch missbilligt, da diese Länder während des 2. Weltkrieges von Japan besetzt waren.

Flagge der japanischen Selbstverteidigungskräfte

Die Geschichte der japanischen Flagge beginnt mit der oben angesprochenen Meiji-Restauration. Um 1870 modernisierte die japanische Regierung das Land und schuf den Samuraistaat ab. Allerdings oblag bis dato den Samurai die Verteidigung des Landes. Diese führten allerdings immer nur ihre eigenen Schlachtstandarten mit ins Feld. Somit wurde aber auch ein neue Kriegsflagge benötigt. Um nun die Einheit des Heeres unter dem japanischen Kaiser zu symbolisieren wurde das Motiv der aufgehenden Sonne gewählt. Denn der Legende entsprechend, stammt das japanische Herrschergeschlecht von der Sonnengöttin „Amaterasu“ persönlich ab, was auch ihren Machtanspruch auf den japanischen Thron rechtfertigt.

Flagge der Kaiserlichen Japanischen Armee