Doch die Überlebenden gaben nicht auf, sondern erschufen auf diesem trostlosen Fleck im Zeichen der Hoffnung den Friedenspark. Es war zwar viel Zeit und Arbeit vonnöten, doch am 1. April 1954 öffnete der für die Öffentlichkeit zugängliche Park seine Pforten und lädt seitdem das ganze Jahr über zu einem Besuch ein. Er ist sowohl Gedenkstätte für die Opfer, als auch ein Zeichen des Friedens und der Hoffnung auf eine atomwaffenfreie, friedliche Welt. Jedes Jahr entdecken über eine Millionen Besucher den Park, mit seinen Gedenkfeiern, verschiedenen Festen, Museen, Hörsälen, Monumenten und Denkmälern. Diese Denkmäler sind aber nicht nur reine Mahnmale für die Besucher. Jedes von ihnen hat eine eigene Geschichte, die auf diesem Weg erzählt wird und zum Nachdenken anregt. So nimmt jeder der diese Geschichten hört ihre Botschaften mit sich und verbreitet im besten Fall auf seinem weiteren Weg auch selbst die Botschaft des Friedens in seinem Umfeld.
Hier einige Beispiele der zu besichtigen Denkmäler:
Die Atombombenkuppel

In diesem Gebäude hatte die japanische Industrie- und Handelskammer vor der Bombardierung ihren Sitz. Nach dem Angriff wurde die Ruine in ihrem zerstörten Zustand als Friedensdenkmal erhalten.

Das Kenotaph

Das leere Scheingrab, welches als Ehrenzeichen zum Gedenken an die Bombenopfer steht und am 6. August 1952 errichtet wurde, ist eines der ersten Denkmäler des Parks. Die sattelförmige Ausführung hat den Hintergrund den Seelen der Verstorbenen, mit diesem Bogen, ein Obdach zu bieten. Unter einem Steinquader mit der Inschrift „Ruhet in Frieden. Denn dieser Fehler soll sich nicht wiederholen.“ verbirgt sich eine Schriftrolle auf dem sich die Namen der zahlreichen Opfer befinden.
Jedes Jahr am 6. August findet hier zu deren Gedenken eine Zeremonie statt.

Die ewige Flamme

Sie wurde 1964 entzündet und ist ein Symbol der Hoffnung. Sie soll so lange brennen bis es keine Atomwaffen mehr auf der Welt gibt. So hoffen die Menschen darauf, dass die Flamme möglichst bald erlischt.

Das Kinderdenkmal

Eine Erinnerung an die vielen Kinder die dem Bombenangriff zum Opfer gefallen sind. Die Statue stellt ein Mädchen mit ausgetreckten Armen dar, über die sich ein Papierkranich erhebt. Vorbild hierfür war die Geschichte eines an Leukämie erkrankten Mädchens.
In Japan ist der Kranich ein Symbol für Glück und Gesundheit. Es heißt man habe einen Wunsch frei, wenn man 1000 Kraniche faltet. So faltete das Mädchen einen Kranich nach dem anderen, in der Hoffnung am Ende wieder gesund zu werden. Sie schaffte es aber nur bis zu Kranich 644. Dann starb sie an ihrer Krankheit.

Die Glocken des Friedens

Es gibt insgesamt drei Glocken des Friedens.
Eine von ihnen dient zur aktiven Beteiligung der Besucher. Sie sollen diese im Zeichen des Weltfriedens, und dem Wunsch nach diesem, läuten. Und so erklingt die Glocke regelmäßig und bekundet sowohl ihre, als auch die Botschaft der Glöckner.

Der Gedächtnishügel

Hier handelt es sich um mehr als nur einen mit Gras bewachsenen Hügel. Er besteht aus der aufgeschütteten Asche von 70 000 unbekannten Opfern.

Das Ehrenmal der koreanischen Opfer

Ein nicht zu unterschätzender Anteil der Opfer war koreanischer Herkunft, zu deren Ehre ebenfalls ein Denkmal errichtet wurde. Die rechteckige, aufragende Säule ist mit koreanisch, nationalen Symbolen verschönert und ihr Sockel ist in der Form einer Schildkröte gestaltet. Die Inschrift dieses Denkmals lautet „ Die Seelen der Verstorbenen reiten in den Himmel, auf den Rücken der Schildkröten.“

Die Tore des Friedens

Ein verhältnismäßig junges Denkmal. Hier handelt es sich um sechs rechteckige, in einer Flucht aufgereihte Tore, die ca. fünf Meter hoch und zwei Meter breit sind. Auf Ihnen ist das Wort „Frieden“ in 49 Sprachen der ganzen Welt eingraviert.

Neben diesen Denkmälern gibt es noch zahlreiche weitere, wie beispielsweise den Teich des Friedens, das Freundschaftsdenkmal, den Friedensturm, das Denkmal des Gebets und die Statue von Mutter und Kind im Sturm, um nur einige zu nennen.
Der Friedenspark in Hiroshima ist mit seinen zahlreichen Sehenswürdigkeiten in jedem Fall einen Besuch wert.

Nützliche Links

Bilder vom Friedenspark in Hiroshima

Offizielle Website des Hiroshima Peace Memorial