Der große Buddha von <a href=Kamakura“ width=“458″ height=“250″ />

Doch warum ist Kamakura (jap.: 鎌倉市) als Urlaubsziel bei den meisten Touristen so beliebt? Wissen sollte man, dass die Stadt, ein ehemaliges Fischerdorf, in den Jahren von 1185 bis 1333 der Regierungssitz des Landes war und man noch heute unzählige gut erhaltene Tempel und Schreine aus dieser Zeit entdecken kann. Während dieser Zeit war Kamakura nicht nur das politische, sondern auch das kulturelle Zentrum des Landes, was etliche Mönche aus China dazu bewog, sich in diese Stadt zu begeben. Diesen sind die meisten buddhistischen Bauwerke in der Stadt zu verdanken.
Auf der anderen Seite kann man sich in Kamakura aber auch wunderbar an dem traumhaften Sandstrand entspannen – somit ist die Stadt sowohl für kulturell interessierte als auch für erholungssuchende Touristen ein wahres Traumziel.

In der Stadt leben heute nur etwa 170.000 Einwohner – somit ist Kamakura für japanische Verhältnisse beinahe eine Kleinstadt. Ganz besonders ist auch die Lage Kamakuras: während sich im Süden der Stadt das Meer befindet, werden die anderen drei Himmelsrichtungen von den sogenannten Fünf Bergen begrenzt, welche die Stadt eindrucksvoll einschließen. Auf diesen Bergen übrigens befinden sich die meisten der Tempel und Schreine.

Sehenswürdigkeiten in Kamakura – der große Buddha

Eines der Wahrzeichen der Stadt, welches man bei einem Aufenthalt in Kamakura unbedingt besichtigen sollte, ist der sogenannte Daibutsu (jap.: 大仏. Hierbei handelt es sich um eine etwa elf Meter große Buddhafigur aus Bronze – eines der beliebtesten Fotomotive in ganz Japan. Bereits im Jahr 1252 wurde dieser vollendet, stand damals jedoch noch in einer Halle, welche mittlerweile von einem Tsunami weggespült wurde. Besucht man den Großen Buddha heute, hat man als Tourist sogar die Möglichkeit, in diesen hineinzugehen – der Eintritt kostet etwa 150 Yen. Beim Großen Buddha übrigens handelt es sich um den zweitgrößten Buddha in Japan.

Der Hasederatempel

Unweit des Großen Buddha befindet sich der Hasederatempel, welcher auch unter dem Namen Hase Kannon Tempel bekannt ist. Letztgenannte Bezeichnung ist zurückzuführen auf die Statue des Kannon, dem Gott der Gnade. Hier besonders erwähnenswert ist der zum Tempel gehörige Garten, in welchem man sich herrlich entspannen kann. Um diesen Tempel zu besichtigen, muss man etwa 300 Yen Eintritt bezahlen. Zahlreiche Hallen mit verschiedenen Skulpturen und Figuren sowie ein Museum und eine interessante Höhlen warten hier auf den interessierten Besucher.

Der Hachimangu Schrein

Eine weitere bekannte Sehenswürdigkeit in Kamakura ist der Tsurugaoka Hachiman-gū, kurz auch Hachimangu Schrein genannt. Zwar gibt es etliche Schreine in der Stadt, welche dem Hachiman gewidmet sind, oben genannter Tsurugaoka Hachiman-gū jedoch ist zweifelsohne der bekannteste und schönste. Als Tourist werden Sie sicher Freude an den unzähligen Taiwanesischen Eichhörnchen haben, die zuhauf rund um den Schrein umhertollen und mittlerweile an Urlauber gewöhnt sind. Ein Besuch des Schreins lohnt sich übrigens besonders, wenn eine der regelmäßig stattfindenden Aufführungen geplant ist – etwa diverse sakrale Tänze oder das Bogenschießen zu Pferd.
Wer einen ganz besonderen Urlaub plant, sollte sich diesen Schrein zum Heiraten aussuchen – nicht nur bei Einheimischen ist dieser Ort für die Hochzeitszeremonie sehr beliebt. Traditionell kann man sich nach der Trauung mit der sogenannten Jinrikisha (von welcher übrigens das Wort Rikscha abgeleitet wurde) herumkutschieren lassen. Für diese im Schrein abgehaltenen Hochzeiten von besonderer Bedeutung sind übrigens die Sakefässer, welche vor vielen Schreinen meterhoch aufgebaut sind. Entscheidet sich ein Brautpaar zur Hochzeit in einem Schrein, muss dieses nach der Trauung gemeinsam den Deckel des Fasses einschlagen – ein Ritual, welches mit unserem „Baumsägen“ vergleichbar ist. Nachdem der Sake gemeinsam vom Brautpaar aus den Fässern herausgeschöpft wurde, trinkt die gesamte Hochzeitsgesellschaft davon – dieses Ritual wird übrigens Sakazukigoto genannt.

Die Insel Enoshima

Wer nach der Besichtigung der unzähligen Tempel und Schreine noch Zeit und Muse hat, sollte der zur Stadt gehörenden Insel Enoshima einen Besuch abstatten. Diese ist mit der Stadt durch zwei Brücken verbunden und beeindruckt hauptsächlich mit ihrer atemberaubenden Natur. Unter anderem kann man auf der Insel einen 900 Jahre alten Gingkobaum bestaunen. Auch der Schrein der nackten Benten, der Göttin des Glücks, der Liebe und der Schönheit jedoch ist hier durchaus sehenswert.