Alter Stadtplan von Edo

Der schnelle Wachstum Edos wurde durch eine Weisung Tokugawas begünstigt, welche besagte, dass  seine Daimyos Residenzen in der Stadt unterhalten zu hatten. Hierdurch waren die Familien der Daimyos gezwungen, sich in der Stadt niederzulassen. Als Folge dessen, ließ sich zur Unterhaltung des Hofes eine große Anzahl an Handwerkern und Kaufleuten in der Stadt nieder, was das ehemals kleine Fischerdorf zu einem wichtigen Zentrum Japans werden ließ.

Erst im Jahre 1868 wurde der kaiserliche Hof auf Weisung des Meiji Tenno von Kyoto nach Edo verlegt und die Stadt in Tokyo (östliche Hauptstadt) umbenannt.

Vier Jahre nach der Verlegung des Kaiserhofes nach Tokyo wurde die beiden Bezirke Ginza und Marunouchi weitestgehend zerstört. Da man dem Zentrum einen modernen Stil geben wollte, wurde mit der Planung des Wiederaufbaus ein englischer Architekt beauftragt.
Die wohl schwerste Katastrophe, welche sich in Tokio ereignete, war das Große Kanto Erdbeben des Jahres 1923, bei welchem fast die komplette Stadt zerstört wurde. Im Rahmen des Wiederaufbaus, welche über sieben Jahre dauerte, wurden über 200.000 neue Gebäude größtenteils nach westlichem Vorbild errichtet.
Während des Zweiten Weltkriegs musste Tokyo schwere Bombardements über sich ergehen lassen, wodurch ca. 100.000 Tote zu beklagen waren und große Teile der Stadt den Flammen zum Opfer fielen.
Nach der amerikanischen Besatzung, welche bis ins Jahr 1952 andauerte, erfuhr Tokio erneut eine große Wachstumsphase, welche Ihren Höhepunkt mit der Austragung der Olympischen Spiele im Jahre 1964 fand.
Ein letzter tragischer Einschnitt in die Geschichte der Stadt stellt der 1995 von der Aum-Sekte verübte Sarin-Anschlag in der Tokioter U-Bahn dar, bei welchem über 5000 Menschen verletzt wurden und 12 Personen zu Tode kamen.