Grund dafür war, dass sich Roppongi in unmittelbarer Nähe von zahlreichen Botschaften und Einrichtungen der US Army befindet. Zudem ist es nahe des Regierungsviertels und weiterer internationaler Unternehmen gelegen. Vor allem junge und wohlhabende Japaner zog es in die Gegend.

Viele Nachtlokale, teure Restaurants, Markengeschäfte, Hochhäuser mit luxuriösen Apartments und Bürokomplexe prägen das heutige Bild Roppongis. 2003 wurde der Roppongi-Hills-Komplex erbaut, der nahezu 2,5 Milliarden Euro kostete. Der Mori-Tower ragt mit 238 m und über 54 Stockwerken aus dem Zentrum Roppongis hervor.
Einige bekannte Firmen haben sich in Roppongi niedergelassen, wie zum Beispiel Goldman Sachs, Livedoor, Lehman Brothers, Rakuten, J-WAVE, Konami und Yahoo Japan. Im Jahr 2007 wurde ein weiteres imposantes Gebäude errichtet: Der Tokyo-Midtown-Komplexes der Mitsui-Gruppe.

In der sogenannten „Bubble-Economy-Phase“ um 1980 enstanden unzählige Clubs und Bars und zogen damit zahlreiche feierfreudige Japaner und Touristen an. Das Velfarre war damals die größte Disko in ganz Asien und glänzte mit seiner Ton- und Lichtanlage.
Ende 1990 jedoch schwachte die Bubble-Economy-Phase enorm ab und zog viele Club- und Nachtlokalbesitzer in den finanziellen Ruin. 2007 musste sogar das berühmte Velfarre seine Tore schließen. Heute sind nur noch viele kleinere Diskos und auch zahlreiche Rotlichtmilieus in Roppongi zu finden. Sie prägen das Nachtvergnügungs – Image von Roppongi.

Die nächtlichen Unterhaltungslokale machen Roppongi zum drittgrößten Zetrum für Clubs & Co. in ganz Tokio. Die dunkle Seite des schillernden Nachtlebens offenbart jedoch auch die Probleme mit Drogenhandel, Drogenkonsum und der Prostitution. Diese negativen Entwicklungen führten dazu, dass Shintarō Ishihara, der Gouverneurs der Hauptstadtpräfektur in Tokio, eine Regelung für Tanz Clubs bewirkte. Diese verlangt eine Schließung der Tanzclubs ab 2 Uhr nachts. Diese Regelung erzielte jedoch kaum Veränderungen. Viele Diskos haben sich mittlerweile zu „Member Only“ Clubs benannt, in denen vorwiegend reiche Gäste zu finden sind, oder sie haben auf der Clubtanzfläche einfach einige Bartische und Stühle aufgestellt. Somit versuchen die Clubbesitzer die Regelung zur Schließung für Tanzclubs ab 2 Uhr erfolgreich zu umgehen. Zudem bestreben die Politiker von Minato das Nachtvergnügungs- Image zu beseitigen. Sie wollen Roppongi zu einem Einkaufs- und Geschäftviertel machen. Gerade das Nachtleben ist jedoch das, was das Bild von Roppongi prägt und charakterisiert.